Die Story of Termoli

Eine malerische Terrasse Uber dem Meer. Das antike Zentrum von Termoli liegt an der Spitze einer Felszunge, die steil zum Meer abfllt.Die Altstadt wird allgemein "Borgo Vecchio" genannt und zeigt sich als eine malerische, befestigte Hochburg, charakterisiert durch kleine Plàtze und Gassen; genannt werden muss hier das "Vico II Castello", eine der engsten Gassen Europas. Aufgrund der Plunderung der Turken im Jahre 1566 gibt es in der Tat keine historischen Schriftstucke uber die Ursprunge Termolis. Die Auffindung einiger Nekropole bei Porticone und Difesa Grande sind Zeugnisse von menschlichen Ansiedlungen, die auf das 6. Jahrhundert v.Chr. zuruckgehen. Des weiteren ist bekannt, dass "... an der Stelle, an der jetzt Termoli steht, am Anfang der 5. Jahrhunderts nur der Turm von Termule existierte, der damals nur ein Aussichtsturm oder -posten war: daher ruhrt das Stadtwappen von Termoli".

Cliterniola, Tornola, Termoli....

1m Jahre 412 n.Chr. flohen einige Bewohner des Hinterlands Termolis auf die nahe gelegene Felszunge, um der Invasion der Goten zu entkommen. Sie gaben diesem Ort den Namen Tornola in Erinnerung an ihren fruheren Wohnort Cliterniola. Einige Gassen und Platze der Altstadt haben diesen Namen bis zur heutigen Zeit beibehalten. Im Jahre 568 n.Chr. grundeten die Langobarden die Grafschaft von Benevent und ernannten Termoli zur Hauptstadt, da die Stadt ein strategisches Zentrum zur Verteidigung der Kusten darstellte. Zu diesem Zweck wurden um die Stadt herum Mauern, ein Wachturm und 8 ZinnentUrme errichtet. Nach den Langobarden geriet Termoli unter die Herrschaft der Karolinger (801-1030 n.Chr.). Anschliersend wurde die Stadt Besitz des Kbnigreiches Sizilien, das zuerst von den Normannen und spater von den Hohenstaufen regiert wurde.

Die hohenstaufische Zeit.ahrend der Zeit der Hohenstaufer wurden die Stadtmauern und das Schloss wieder aufgebaut und erweitert und ein wichtiger Wochenmarkt wurde eingefUhrt, der jeden Montag innerhalb der Stadtmauern stattfand. Beide Initiativen gehen auf den Kaiser Friedrich Il zuruck. Durch die Aufeinanderfolge von mehreren Herrschern verlor die Stadt dann an Wichtigkeit. Das Zentrum von Termoli blieb innerhalb der alten Mauern bis 1847, als der Konig der Bourbonen Ferdinand Il die Genehmigung erteilte, aulSerhalb der Mauern zu bauen. Er lielS zwei zueinander rechtwinklige StralSen bauen, Corso Nazionale (von Norden nach Suden) und Corso Umberto; dies war der Beginn der modernen Geschichte Termolis.

Die Kathedrale. Die Kathedrale wurde auf dem hbchsten Punkt der Altstadt errichtet, an der Stelle der altesten Ansiedlungen, wie dies einige archaologische Fundstucke aus der Bronzezeit beweisen. Die erste Konstruktion wurde vermutlich auf den Ruinen von heidnischen Vorgangerbauten, von denen jedoch keine Spuren mehr vorhanden sind, errichtet. Deutliche Zeichen, wie die Rundung der drei Apsiden und das FufSbodenmosaik sprechen dagegen von einer fruheren religibsen Konstruktion, einer Kathedrale aus dem 11. Jahrhundert, die der Heiligen Maria gewidmet worden war. Wahrend des 12. Jahrhunderts beschadigten zwei Erdbeben schwer die "Mosaikkirche" und man entschied, eine neue Kirche zu errichten. Die Arbeiten zu der jetzt noch bestehenden Kirche, die vermutlich Alfano da Termoli entworfen hat, begannen gegen Ende des 12. Jahrhunderts und wurden von reichen Handlern aus Ravello finanziert. Die Kathedrale ist in drei Schiffe mit kreuzfbrmigen Pilastern unterteilt, im Mittelschiff finden wir ein Hangewerk und in den Seitenschiffen ein Kreuzgewblbe.


 

Die restaurierte Kirche.1m Laufe der Jahrhunderte erlitt die Kirche mehrere Naturkatastrophen und Plunderungen, die sie weitgehend zerstbrten. In der Mitte des 18. Jahrhunderts wurde das Kircheninnere im Barockstil umgebaut, was jedoch in den 30er Jahren wieder entfernt wurde, als die MosaikfulSbbden und die Reste der Apsis der antiken Kirche zum Vorschein kamen. Durch die kurzlichen Restaurierungsarbeiten kamen weitere Teile des FulSbodenmosaiks und ein weitlaufiger Kirchhof unter den Raumen der Sakristei ans Tageslicht, die teils aus dem 9. Jahrhundert stammen. Am 31. Dezember 1761 wurden in der Krypta die Gebeine des HI. Basso, Schutzheiliger der Stadt Termoli, gefunden und am 11. Mai 1945 die des HI. Timotheus, Junger des HI. Paulus.

 

 

 

 

 

 

Die Burg. Die UrsprLinge der Burg sind ungewiss. Einige Elemente sprechen Wr die normannische Zeit, andere fLir die hohenstaufische Peri ode. Das Gebaude wurde auf einer pyramidenfbrmigen Basis mit vier zylinderfbrmigen TLirmen an den jeweiligen Ecken gebaut und wird von einem parallelflachen kleineren Turm Liberragt. Da die Festung stark in die Hbhe gebaut wurde, kann man vermuten, dass sie als Wachposten und Kontrollbasis fur die Verkehrswege nach Apulien von Norden nach SLiden und fLir die Wege ins Landesinnere diente. Sie hatte des weiteren die doppelte Funktion einer Raststatte und eines MilitarstLitzpunkts. Einige Elemente der Festung weisen darauf hin: das Tor wurde von einer ZugbrLicke verteidigt, die unteren Raume der Burg dienten als Verteidigungsraume, die oberen als Wohn-oder Lagerraume. Die Wr Bogen oder Armbrust gebauten SchielSscharten wurden spater dem Gebrauch von Feuerwaffen angepasst.

Die Burg ... Symbol der Stadt. Durch die spanische Besetzung verliert die Burg ihre vorwiegend militarische Rolle und es werden Fenster und SchielSscharten erweitert. Von den darauf folgenden Zeiten wissen wir nur wenig. Einige Quellen besagen, dass die Burg nach dem Angriff der Turken im Jahr 1566 restauriert wurde, wie dies die Reste einiger Fresken aus dem 16. Jahrhundert bezeugen. In den 90er Jahren haben Renovierungsarbeiten Teile der Zinnen des Zentralturmes freigelegt, das gesamte Mauerwerk der Burg wurde verfestigt und ein Teil des ursprunglichen FulSbodens an der Nordwand ans Tageslicht gebracht. Diese Arbeiten haben es ermoglicht, die Burg auch fur Ausstellungen, kulturelle Ereignisse und touristische Zwecke zur VerfUgung zu stellen. In der Spitze des Zentralturms befindet sich eine Flugwetterdienststation, solange fur diese kein neuer Platz gefunden wird. Die Burg ist seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts Nationaldenkmal.